Rund um den Vogelsang – Wanderung zum Hirschpark

Rund um den Vogelsang- Rotwild im Gehege im Hirschpark Buchet reagiert selten scheu

Vogelsang Wanderung und Hirschpark Buchet

Vom Sattel Kalteck zum Vogelsang

Die Aussichten von den zwei Felsen auf dem Vogelsang ergänzen sich. Vom Regensburger Stein blicken Wanderer gen Südwesten, vom Gipfelkreuz auf dem Klosterstein zudem in Richtung Arber im Norden.

Wie es oft im Vorderen Bayerwald der Fall ist, erfolgt der Aufstieg unter schattigem Blätter- und Nadeldach, ehe in der Gipfelregion urplötzlich mächtiger Fels auftaucht. Die ausführlich gehaltene Beschreibung zu dieser Tour ergänzt die nicht immer optimale Beschilderung und unterstützt an den zahlreichen Kreuzungen.

Vom Wanderparkplatz auf dem Sattel gehen wir auf der Teerstraße in Richtung Norden. Wir passieren die Abzweigung zum Berghotel und biegen nach 250 Metern vor dem Ortsschild von Grün gemäß Pfeil Nr. 6 rechts ab in Richtung Vogelsang. Der Asphalt geht im schattigen Mischwald in Schotter über. Besonders am Wochenende können einem beim Aufstieg Mountainbiker begegnen, die nicht immer angepasst fahren. Nur am zweiten Augustsonntag verkehren auf der Forststraße Busse zum Vogelsang-Fest des Holzhauer-Vereins, auf dem nach dem Feld- gottesdienst Blasmusik, Gegrilltes und erfrischende Getränke erfreuen. Wanderer folgen nach insgesamt rund 20 Gehminuten von der Forststraße halb links dem beschilderten Pfad. Nach Wassergrand und kleiner Lichtung verschärft sich der Anstieg kurzzeitig bis zum Regensburger Stein. Von der fünf Meter hohen Felsformation genießen wir den Blick in Richtung Südwesten – bei klarer Sicht donauaufwärts bis Regensburg.

Der Aufstieg zum Gipfel – auf den Vogelsang

Blick vom Regensburger Stein über die Donau die Isar aufwärts im Bayerischen Wald

Vogelsang Hirschpark Buchet

Vom Regensburger Stein nur wenige Meter entfernt vereint sich der Wanderweg mit einer Forststraße, knickt nach links und verläuft flach weiter. Über einen ausgeschilderten Stichweg steigen wir links zum Vogelsang-Gipfel, der Pfeil zum Klosterstein steht in unserer Gehrichtung allerdings verkehrt herum. Vom Gipfelkreuz auf dem Klosterstein blicken wir in Richtung Norden und sehen halb rechts den 1456 Meter hohen Großen Arber mit seinen kugelförmigen Radarstationen sowie halb links hinter dem Kaitersberg (1132 m) den alten NATO-Horchposten neben dem Schwarzriegel (1079 m) auf dem Hohen Bogen.

Vom Klosterstein steigen wir den Stichweg zurück. Wieder auf der Forststraße angekommen, marschieren wir 100 Meter nach links. Dann folgen wir den Pfeilen nach rechts sowie sogleich erneut nach rechts hinab in Richtung Faßlehen – wie bislang auf Weg Nr.6. Wir treffen auf eine weitere Forststraße, auf der wir keine fünf Minuten nach rechts marschieren, um dann erneut nach links einen Waldweg hinabzusteigen. Dort zweigt zwar Weg Nr. 8 rasch nach links ab, wir bleiben jedoch auf dem Waldweg und steigen darauf ein steileres Stück hinab. Nach etwa 15 Minuten Gehzeit auf dem Waldweg verlassen auch wir diesen und biegen dem Holzpfeil gemäß nach links, wo es auf einem Hohlweg rasch weiter zu Tal geht. Vor Faßlehen treten wir aus dem Wald ans Licht.

In Faßlehen orientieren wir uns am ersten Hof vorbei halb rechts in Richtung »Leithen«. Hinter dem letzten Haus führt die Nr. 6 links hinab, erstmals samt Hinweis zum Hirschpark. Am Ende des dunklen Fichtenwaldes biegen wir nach rechts in eine ruhige Teerstraße ein. Zwei Serpentinen schlängeln sich an Apfel- und Birnbäumen vorbei bergab. Wir passieren zwei Ruhebänke und treffen auf die Straße von Egg nach Kalteck. Auf der anderen Straßenseite verläuft – im Kreuzungsbereich erhöht – ein Rad-/ Gehweg.

Viele Wege führen zum Hirschpark Buchet

Zum Wildberghof führen zwei Wege. Kurze Variante: Wir biegen gemäß Holzpfeil »Hirschpark Buchet« nach rechts, marschieren am Gehweg 500 Meter an der Straße entlang, nutzen dann links die Zufahrt zur Gaststätte und sparen uns einen Kilometer. Ausgeschilderter Wanderweg: Wir folgen Nr. 6 nach links in Richtung Leithen und biegen nach 250 Metern hinter dem Bushäuschen vom Gehweg nach rechts in Richtung Buchetwies ab (Wandermarkierung auf der anderen Straßenseite). Dann führt Asphalt durch die gepflegte Siedlung, an deren Ende unbedingt Nr. 6a in Richtung Buchet folgen (nicht Nr. 6 nach Oberkanetsberg!). Über einen Hohlweg und am mit Brombeeren bewachsenen Wiesenrand entlang erreichen wir Buchet. Achtung: An der Kreuzung verlassen wir Nr. 6a und gehen nach rechts in Richtung »Hirschpark Buchet«, wie ein von uns aus gesehen verkehrt herum stehender Holzpfeil verrät. Über die Perlbach-Senke hindurch wird der Wildberghof Buchet erreicht.

Kulinarisches im Wildberghof

Im Wildberghof der Familie Gstettenbauer erwarten uns eine Sonnenterrasse sowie zwei rustikale Gastzimmer. Neben Standards wie Schweineschnitzel und -braten wird natürlich auch frisches Fleisch vom angeschlossenen Hirschpark serviert. Allerdings hat der Junghirsch in verschiedenen Variationen seinen Preis. Der Hofladen nebenan offeriert Honig, Hirschgeweihe, stückweise Hirschsalami oder ganze Trachtengewänder. Wo einst neben dem stolzen Bayerwaldhof Kühe weideten, grasen heute Rot-, Dam- und Sikahirsche, Mufflons und Pferde.

Jetzt sind Pfadfinder-Fähigkeiten gefragt

Zurück nach Kalteck nutzen wir den »Großen Wild-Rundweg«, der allerdings nur mäßig beschildert ist. Der Anstieg beginnt zwischen Gaststätte und Hofladen. Anschließend geht es direkt zwischen Gehege und Weide hindurch, Anfang und Ende markiert jeweils eine Durchgangstür. Hinter der Ausgangstür sofort dem auf der anderen Straßenseite beginnenden Weg folgen (nicht der Teerstraße!). Dieser Weg knickt sogleich nach rechts sowie am Weiher wieder nach links. Im Schatten der Straße steigen wir 100 Meter bergan. Dann biegen wir nach links ab und wandern bei der unmittelbar anschließenden Gabelung geradeaus bergab erst an einer Wiese entlang, anschließend in den Wald hinein. Ein Bach wird gequert und es geht wieder bergan. Am Waldesrand angekommen bei der unmarkierten Gabelung halb rechts halten. Ein Hohlweg führt am rechten Rand der Lichtung hinauf nach Zellberg.

Am Haus »Zellberg 1« direkt vorbei gehen wir auf Asphalt weiter, biegen nach links ein und marschieren kurz in Pfeilrichtung Buchet auf flacher Strecke durch die Siedlung hindurch. Dahinter weist Nr. 6 zum letzten Anstieg rechts hoch nach Kalteck. Nach zwei Serpentinen erreichen wir die Straße 200 Meter unterhalb des Sattelparkplatzes und vollenden die Runde.

Karte Rund um den Vogelsang im Bayerischen Wald

Karte Rund um den Vogelsang im Bayerischen Wald

Tourencharakter:
Vorwaldtour durch schattigen Mischwald mit zwei Aussichtspunkten. Tour startet und endet mit Aufstieg; Wanderwege sowie Forststraßen und Asphalt. Leicht zu gehen. Als mittelschwer eingestuft wegen Höhenmetern, Länge sowie dem vom Klosterstein bis Kalteck nötigen Orientierungssinn.
Ausgangs-/Endpunkt:
Wanderparkplatz Kalteck (750 m) beim Sendemast am höchsten Punkt des Sattels
Anfahrt:
Aus Norden von Viechtach oder Ruhmannsfelden via Achslach, aus Süden von Metten oder Deggendorf via Egg
Gehzeiten:
Kalteck (750 m) – Regensburger Stein (937 m) – Klosterstein knapp 1.15 Std. (gut 3,5 km); Klosterstein (1022 m) – Faßlehen (660 m) – Buchetwies (440 m) – Wildberg- hof Buchet 2 Std. (7 km); Wildberghof (480 m) – Zellberg
(640 m) – Kalteck gut 1 Std. (3 km)
Markierung:
Nr. 6 (rot-weiß) bis Buchetwies (Stichweg zum Klosterstein grüner Pfeil; beim Abstieg auch an Pfeilrichtung »Faßlehen« orientieren); Buchetwies–Buchet 6a, in Buchet Holzpfeil »Hirschpark Buchet« zum Wildberghof; Wildberghof–Zellberg »Großer Wild-Rundweg«; Zellberg– Kalteck Nr. 6
Essen und Trinken:
Wildberghof Buchet beim Hirschpark
Tourist-Info:
Tourist-Info, Engerlgasse 25 a, 94505 Bernried, Tel. 09905/2 17, www.bernrieder-winkel.de
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