Hoher Bogen – Wandern von Hütte zu Hütte

Das Haus Schönblick grüßen (von rechts) Zwercheck und Osser

Hoher Bogen Wanderung – Das Haus Schönblick grüßen (von rechts) Zwercheck und Osser

Wussten Sie…?

… wem der Hohe Bogen seinen Namen verdankt? Der Hohe Bogen formt seinem Namen entsprechend eine weite Rundung. Seine Bezeichnung verdankt der Höhenzug dennoch den Grafen von Bogen, die auf dem Burgstall die höchstgelegene Burg ihres Geschlechts errichten wollten, welche aber unvollendet blieb. Heute grüßt an selber Stelle der Sendeturm des Bayerischen Rundfunks mit seiner rot-weißen Spitze.

Skifahren am Hohen Bogen
Der Hohe Bogen ist auch im Winter beliebt bei Skifahrern. Besonders das Skigebiet Ahornriegel Hoher Bogen ist ein häufiges Ziel von Wintersportlern.

Von der Forstdiensthütte über den Bärenriegel zur Bergstation

Ab der Forstdiensthütte marschieren wir in Pfeilrichtung »Sesselbahn/Bergstation« sowie bei der nach 100 Metern folgenden Gabelung halbrechts unter Fichtennadeln und Buchenblättern bergwärts. Nach maximal 15 Gehminuten überschreiten wir die erste Kuppe, den Farrenruck, und wandern am Kamm entlang weiter. Nachdem eine Forststraße gequert wird, folgt der nächste Anstieg erneut über Stock und Stein. Ein kurzer Stichweg führt nach links hinauf zum Felskopf des Bärenriegels. Knapp über den Wipfeln schweift der Blick über den ehemaligen NATO-Horchposten auf dem Eckstein hinweg.

Vom Bärenriegel keine 10 Gehminuten entfernt liegt eine markierte Gabelung. Dort folgen wir halblinks dem Holzpfeil in Richtung »Bergstation« und marschieren durch abschüssigen Wald um den Eckstein herum, bis sich der Pfad einer Teerstraße nähert. An der Straßenkreuzung folgen wir dem Holzpfeil zum »Berghaus« über eine weitere Kuppe hinweg und erreichen zuletzt via Straße die Einkehr.

Bergstation mit Blick auf den Großen Arber

Der Ribenzinger Weg führt zum Seelenbrunnen hinab

Der Ribenzinger Weg führt zum Seelenbrunnen

Von der Gabelung zwischen Bärenriegel und Eckstein führt ein 200 Meter langer, steiler Stichweg hoch zu einem Aussichtsfelsen. Am Zaun der ehemaligen Militäranlage entlang erreichen Wanderer den Eckstein (1073 m) linker Hand. Der Blick auf Osser-Doppelgipfel (1266 und 1293 m) und Zwercheck (1333 m) lohnt sich, wird jedoch von der Aussicht an der Bergstation übertrumpft, da von dort zudem der Große Arber (1456 m) zu sehen ist. Am besten vom Eckstein aus zur Gabelung zurücksetzen, denn rechts um den Zaun herum führt nur ein unmarkierter Trampelpfad, der in eine Teerstraße mündet. Übrigens: Die rund 80 Meter hohen, ehemaligen NATO-Horchposten sind seit 2004 in der Hand des privaten »Hoher Bogen Mountain Resort«, das u. a. plant, auf dem Gelände ein Museum des Kalten Krieges einzurichten.

Auf der Skipiste zu Haus Schönblick

Im Berghaus Hohenbogen am Ahornriegel kehren im Winter Skifahrer sowie in der warmen Jahreszeit Wanderer ein. Denn das Skigebiet Ahornriegel ist ein beliebtes Ziel für Wintersportler. Im saalähnlichen Gastraum genießen Besucher einen tollen Panoramablick, vor der Tür liegt eine vom Ostwind geschützte Terrasse. Vom 2007 neben dem Berghaus errichteten Holzkreuz fällt der Blick hinab auf den Talort der Bergbahn, Neukirchen bei Heiligen Blut. An der Längsseite des Berghauses vorbei steigen wir auf einer Skipiste in Richtung »Haus Schönblick« hinab. Die letzten Meter wechseln wir auch zu dieser Einkehr auf eine Forststraße.

Das Haus Schönblick empfängt Wanderer mit einer aussichtsreichen Sonnenterrasse, der Arber versteckt sich jedoch erneut. In den zwei gemütlichen Gaststuben werden Schweinebraten aus dem Holzofen, Grenzgängerschnitzel oder Kartoffelsuppe serviert. Auf dem Heimweg setzen wir zunächst auf der Forststraße zurück auf den Kamm. Auf Höhe der Skipiste folgen wir dieser Forststraße unmarkiert halblinks über die Kuppe hinweg. Rund 10 Gehminuten später halten wir uns bei einer Gabelung erneut links und schlängeln uns auf der schmäleren Forststraße in sanften Bögen über den Ribenzinger Weg zu Tal. Zwischen Fichten und Buchen schimmern die Konturen des benachbarten Kaitersbergs (1132 m) hindurch. Am tiefsten Punkt treffen Wanderer auf eine Forststraße sowie sogleich auf den Seelenbrunnen.

Schlussspurt: Auf dem Goldsteig zur Diensthütte

Vom Seelenbrunnen nur 50 Schritte weiter beginnt halbrechts der letzte und zugleich längste Aufstieg dieser Tour (die dortige Pfeiltafel versteht man erst auf den zweiten Blick). Auf dem gelb markierten Hauptweg des Goldsteigs stetig bergauf gesellt sich im schattigen Mischwald mächtiger Ahorn zu Fichte und Buche. Bei der ersten Gabelung halten wir uns halbrechts, Markierungen folgen erst 30 Meter weiter. Wird eine Forststraße gequert, liegt gut die Hälfte des Anstiegs hinter uns. Schließlich erreichen wir am Wanderparkplatz vorbei über die Zufahrt zur Diensthütte den dortigen Parkplatz. Die schlichte Gaststube der Diensthütte ergänzen Tische im Freien, die rund um die alte Schutzhütte von 1846 gruppiert stehen.

Wandertour - Karte über den hohen Bogen

Hoher Bogen Wandern von Hütte zu Hütte

Tourencharakter:
Auf dem schattigen Kammpfad erreichen Wanderer in stetem Auf und Ab bewirtschaftete Hütten mit herrlicher Aussicht. Der Hinweg verläuft über etwas Stock und Stein, der Rückweg auf Forststraßen und -wegen durch Mischwald sowie Aufstieg zum Finale.
Ausgangs-/Endpunkt:
Forstdiensthütte Hoher Bogen (957 m)
Anfahrt:
Zwischen Rimbach und Eschlkam oder Furth in Madersdorf Pfeil »Forstdiensthütte Hoher Bogen« gut 3 km bergauf folgen
Gehzeiten:
Forstdiensthütte (915 m) – Bärenriegel 0.30 Std. (1,5 km); Bärenriegel (1017 m) – Berghaus Hohenbogen (1050 m) – Haus Schönblick 0.45 Std. (2,5 km); Schönblick (995 m) – Seelenbrunnen (700 m) – Forstdiensthütte knapp 1.15 Std. (knapp 5 km)
Markierung:
Blauer Goldsteig/N3 zum Schönblick, Teilstück bis Bergbahn auch R11; ab Schönblick–Kamm R11 sowie ab Seelenbrunnen gelber Goldsteig zur Forstdiensthütte
Essen und Trinken:
Berghaus Hohenbogen (Bergstation), Haus Schönblick, Forstdiensthütte
Tourist-Info:
Tourist-Information, Hohenbogenstr. 10, 93485 Rimbach, Tel. 09941/89 31, www.gemeinde-rimbach.de
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